27. November 2010 bis 2. Januar 2011

REGIONALE 11
«Eine schöne Ausstellung»

Ariane Andereggen, Iris Baumann, Ruth Buck, Monika Dillier, Claire Guerrier, Esther Hiepler, Schirin Kretschmann, Muda Mathis/Sus Zwick, Dorothee von Rechenberg, Nathalie und Celia Sidler, Mette Stausland, Marie Val, Maria Magdalena Z’Graggen

Kuratorinnen: Dr. Andrea Domesle (künstlerische Leitung), Susanne Blaser, Hannah Bruckmüller,
Heidrun Feldmann, Noemi Grieder, Désirée Hess, Susanne Martinez, Patricia Meyer, Christina Müller,
Lisette Müry, Sara Zanetti (Studentinnen des Kunsthistorischen Seminars Basel)

Vernissage: Samstag, 27. November, 11 Uhr

Ausstellungsgespräch mit Dr. Andrea Domesle und Studierenden
des Kunsthistorischen Seminars Basel: Sonntag, 28. November, 11 Uhr

Open Night im Rahmen von «Lichtblicke»:
Freitag 3. Dezember, 19–21 Uhr, Führungen um 19.30 und 20.30 Uhr

Fachsimpeln mit Dr. Andrea Domesle und Studierenden des Kunsthistorischen Seminars Basel:
20. Dezember, 18.30–20.30 Uhr, anschliessend Essen

Es erscheint eine Publikation, in der jedes Exponat interpretiert wird.

Oeffnungzeiten Di–Do 14–18 Uhr Fr–So 11–17 Uhr
geschlossen: 24., 25., 26., 31.12. und 1.1.2011

Kunsthalle Palazzo Poststrasse 2 Postfach 277 CH-4410 Liestal bei Basel http://www.palazzo.ch


Dank an: Migros Kulturprozent, kulturelles.bl, Stadt Liestal, Basellandschaftliche Kantonalbank
Jubiläumsstiftung, Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel

Kooperationspartner: Kunsthistorisches Seminar Basel

Einführung in die Ausstellung

Was passiert, wenn das Leben, die Realität der Beteiligten und die Bedingungen vor Ort zum
Ausgangspunkt für die kuratorische Arbeit werden? Wenn man sich als Kuratorin nicht mit einem
objektivierenden Blick der Kunst nähert sondern die eigene Person als Bestandteil der
Auseinandersetzung mit Kunst sieht? „Eine schöne Ausstellung“ ist das Ergebnis in der Kunsthalle
Palazzo in Liestal.

Zwei völlig unterschiedliche Tatsachen haben die Komposition der Ausstellung beeinflusst:
1.) Im Winter letzten Jahres verübten zwei Personen am Bahnhof in Liestal im Abstand von
einigen Tagen Selbstmord und unlängst ist wiederum das Gleiche passiert. Es soll den
Suiziden gedacht werden, jedoch im gegensätzlichen Sinn. Der zeitgenössischen Kunst wird nämlich häufig vorgeworfen, sie kritisiere gerne oder zeige meist die negativen Seiten des Lebens. Die Ausstellung „Eine schöne Ausstellung“ will Positives mobilisieren, um gerade in der Zeit, in welcher der „Winterblues“ Einzug hält, den Blick auf die erfreulichen Seiten des Lebens zu lenken.

2.) An der Vorbereitung und Durchführung sind zehn Studentinnen des Kunsthistorischen
Seminars Basel beteiligt. Das Frausein war kein Auswahlkriterium für ihre Assistenz, sondern
es ist vielmehr typisch für den Fachbereich Kunstgeschichte. So wird das Projekt auch zu
einem Verweis auf die Arbeitsaufteilung im Kunstbetrieb nach Geschlechtern. Der Begriff des
„Schönen“ im Titel kokettiert mit klischeehaften Zuschreibungen für das Weibliche, mit der
Situation der „Weihnachtsausstellung“, bei der „schöne“ Kunst zu erwarten sei, sowie mit der
Konkurrenz innerhalb der 15 an der Regionale beteiligten Kunstinstitutionen. „Eine schöne
Ausstellung“ bildet – auf Zeit – eine selbstverständliche Realität, um den Beteiligten die
verdiente Aufmerksamkeit zu geben.

Das 11köpfige Kuratorinnenteam hat 14 Künstlerinnen bzw. Duos aus mehreren Generationen (die
älteste Künstlerin ist 74 Jahre, die Jüngsten sind 27 Jahre alt) aus Basel und Baselbiet eingeladen.
Ziel ist es, einen kunsthistorischen Einblick in die wunderbare Vielfalt an Stilen, Strömungen und
Medien – Video, Malerei, Fotografie, Grafik, Skulptur, Installation, Performance, Konzeptkunst – der
letzten 50 Jahre dieser Region zu geben. Die 14 meist aktuellen Beiträge beanspruchen keine
Vollständigkeit, sondern sind als Auswahl zu verstehen. Wichtig war dem Kuratorinnenteam,
herausragende, faszinierende Werke zu präsentieren und die einzelnen Jahrgänge gleichmässig zu
berücksichtigen. Des Weiteren sollte jedem einzelnen Kunstwerk den bestmöglichen Raum gegeben
werden und mit der Gegenüberstellung eine Dramaturgie entstehen.
KUNSTHALLE PALAZZO
Kunsthalle Palazzo Poststrasse 2 Postfach 277 CH-4410 Liestal bei Basel http://www.palazzo.ch



Künstlerinnen:

Ariane Andereggen (*1969 Aigle, lebt in Basel)
Iris Beatrice Baumann (*1974 Uri, lebt in Basel)
Ruth Buck (*1960 Luzern, lebt in Basel)
Monika Dillier (*1947 Obwalden, lebt in Basel)
Bettina Eichin (*1942 Bern, lebt in Basel)
Claire Guerrier (*1969 Strasbourg, lebt in Basel)
Esther Hiepler (*1966 Stuttgart, lebt in Basel)
Regula Huegli (*1936 Basel, lebt in Basel)
Schirin Kretschmann (*1980 Karlsruhe, lebt in Basel und Berlin)
Muda Mathis (*1959 Zürich) / Sus Zwick (*1950 Fribourg), leben in Basel
Dorothee von Rechenberg (*1947 Horb, lebt in Basel)
Nathalie / Celia Sidler (*1983 Sarnen, leben in Basel)
Mette Stausland (*1956 Halden, NO, lebt in Basel)
Maria Magdalena Z’Graggen (*1958 Basel, lebt in Basel)

www.regionale.org

Downloads:
Pressetext
Werkinterpretationen

Presseberichte:
BAZ 29.12.10

 

 

 

 

 

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Ausstellungen in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Palazzo:

Versteckte Öffentlichkeiten
• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • Eröffnung am Freitag, 3. Dez. 2010, Beginn 20 Uhr
Ort: < rotor >, Volksgartenstraße 6a, 8020 Graz
   www.rotor.mur.at

 

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