Bis 23. Oktober verlängert

Vernissage Freitag 26. August 18 Uhr in Anwesenheit der Künstler

Idées en chantier RUTH BERGER  GÉRARD PÉTERMAND  ZIMOUN

Aquarell - Fotografie - Rauminstallation

 

Kuratiert von Karine Tissot (Kunsthistorikerin Genf)
und Niggi Messerli (Gründungsdirektor Kulturhaus Palazzo)

 

 

Die Ausstellung „Idées en chantier“ vereint drei Schweizer Kunstschaffende, die mit teilweise neuen Werkgruppen in der Kunsthalle Palazzo präsentiert werden. Gezeigt werden Fotografien von Gérard Pétremand (*1939, Genf), die sich den Prozessen des urbanen Lebens widmen, traumwandlerische Aquarelle von Ruth Berger (*1944 in Olten, lebt und arbeitet lebt und arbeitet in Kaiseraugst, AG & Birsfelden, BL) und eine raumgreifende Klanginstallation von Zimoun (*1977, Bern). Dabei reflektieren die Arbeiten weitführende Themen: das Eingreifen in die natürlich gewachsene Umgebung sowie das Verhältnis von Raum in seiner visuellen, klanglichen und verträumten Qualität.

Die Installationen von Zimoun bewegen sich im Spannungsfeld von experimenteller Musik und skulpturalen Objekten. In der Schweiz bisher noch wenig gezeigt, hatte er in der Vergangenheit an zahlreichen Ausstellungen in China, Kanada und Europa teilgenommen. Zimoun entwickelt raumgreifende Klangwelten, die alle unsere Sinne ansprechen. Für seine Arbeiten verwendet er wiederverwertbare Materialien wie Kartonschachteln, die er in einem ausgeklügelten System zu poetischen Konstruktionen verbinden lässt. Durch die mechanisch erzeugten Rhythmen wird der Raum in seiner Dimension und Struktur hinterfragt. Mit einer eigens für die Räumlichkeiten der Kunsthalle Palazzo geschaffenen Intervention, gelingt es dem Künstler, den Betrachter in eine atmosphärische Welt eintauchen zu lassen.

Seit 1997 kreiert Gérard Pétremand Fotografien, die sich durch satte und leuchtende Farben auszeichnen. Während des Aufnahmeprozesses beeinflusst er die Schärfeebene bzw. Tiefenschärfe, wodurch seine typische Bildsprache entsteht. Die Fotografien weisen Flächen auf, die von scharf bis absichtlich unscharf reichen. Mit dieser Technik gelingt es ihm, irritierende Momente zu erzeugen und das menschliche Auge dabei hinters Licht zu führen. Durch das einfache Verschwindenlassen der Wirklichkeit wird die Wahrnehmung verändert. Gleichzeitig gelingt es ihm, unter Verschiebung der Perspektivenwirkung und durch den spielerischen Umgang mit der Unschärfe, einfache Konstruktionselemente wie bspw. Steinplatten in imaginären Städten aufzurichten (Dream City, 2003). Der Genfer Fotograf setzt sich in seinen Arbeiten mit Fragen rund um die Landschaft, Urbanität und Architektur auseinander und greift damit aktuelle gesellschaftskritische Themen auf. Die Serie Dream City wird in Auszügen in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Palazzo zu sehen sein.

Die zarten Aquarelle von Ruth Berger sind das Bindeglied zwischen der monumentalen Konstruktion Zimouns und den industriellen Motiven auf Pétremands Fotografien. Gezeigt werden grossformatige Arbeiten, auf denen sich leichtfüssige Linien sowie tanzende und bezaubernde Blumen hervorheben. Trotz der städtischen Zähmung des Menschen bleibt die Natur allgegenwärtig und nimmt gelegentlich Überhand. In den poetisch wirkenden Aquarellen von Berger zeigt sich, wie eine kleine Pflanze es schaffen würde, inmitten des Asphalts zu überleben.

 

 

Die Ausstellung wird unterstützt von   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Faltprospekt zur Ausstellung

Pressetext D

Presseberichte
- Baz 25.08.2011
- Basellandschaftliche   Zeitung 01.10.2011
- ProgrammZeitung
- L'Hebdo 30.10.11
- Murs

www.gerardpetremand.ch
www.zimoun.ch


ZIMOUN

GÉRARD PÉTERMAND

RUTH BERGER

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